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16
Apr
2007

Am Ende

Letzte Nacht fast gar nicht geschlafen. Ich werd die Gedanken einfach nicht los, keine Chance. Gut, bestimmte Dinge hab ich im Griff, da wird nichts passieren. Aber der Rest klappt gar nicht.

Meine Arme bekomm ich im Bett nicht sortiert. Wie immer ich liege, es tut grausam weh - alles dick entzündet, schmerzhaft. Suppt, eitrig, das alte Problem. Ich will nicht wissen, wie hoch mein Entzündungswert ist.
Zum Arzt, was das naheliegendste wäre, kann ich nicht, nicht so, wie ich aussehe. Ich glaube, dem bliebe keine andere Wahl, als mich einzuweisen. Es klappt ja auch echt gar nichts. Jede Bewegung tut weh, das tippen, das Haare kämmen, das Essen. Mein einer Arm ziemlich steif, strecken geht nicht mehr.
Und ich kann nicht mehr weiter. An einer Mauer angelangt, die zu hoch zum überklettern ist, und keine Tür hat. Auf das schneiden kann und will ich im Moment nicht verzichten, das ist das einzige, was mich am Leben hält, so seltsam das auch klingen mag. Tja, wie nun weiter?
Jetzt bräuchte ich irgendwie eine Patentlösung, oder ein paar Tritte in den Hintern. Aber wie bekommt man wieder Hoffnung, wenn man sich aufgegeben hat?
tischNr2 - 18. Apr, 04:47

Provozierter Schmerz ist eine Türe zu meinem Inneren. Hinter dieser Türe gibt es noch einen dunklen, schmalen vielversprechenden Gang. Er führt noch tiefer in mich hinein und am Ende ist immer dieser verlockende Glanz. Doch der Weg endet immer plötzlich als taube Sackgasse. Es war nur das reflektierte Licht der geöffneten Türe, das in einem Spiegel am Ende des Ganges widerscheint. Trotzdem nehme ich immer wieder diese Türe, weil ich den Weg blind kenne und das magische Licht finden will.

"Was passiert, wenn ich die andere, gegenüberliegende Türe öffne?" frage ich mich, und die Schwelle übertrete, vor der ich am meisten Angst habe?
Muss ich wirklich so laut klopfen und schreien, bis wer öffnet?
Wird sie mich nach draußen führen aus dem Wirrwarr und wird mir kalt und einsam zumute sein?"

Ja, es wird etwas frisch sein da draußen. Vielleicht muss ich mir was überziehen aber es wird ein neues Gewand sein, zart und rosig wie dünne frisch vernarbte Haut.
Bald kann ich auch das ablegen und es wird zu einer Erinnerung und einem Wegpunkt. Wenn ich mich umdrehe sehe mein altes Gewand als Fahne im Wind, verblassend je weiter ich mich entferne.

"Wird sie noch da sein, wenn ich irgendwann wieder zurück will?"

Aber die Frage ist in dem Moment nichtig geworden, weil ich spüre, dass mir zum ersten Mal nichts weh tut. Nicht mein Geist und nicht mein Körper. Alles ist leicht.

"Existiere ich aber überhaupt, wenn ich mich nicht spüre?"

Aber auch diese Frage ist für mich gleich nicht mehr wichtig, denn ich sehe plötzlich immer mehr Neues und Unbekanntes, das mich durch und durch einnimmt.
Andere Wesen kommen auf mich zu, ich spüre Wärme, obwohl sie mich nicht berührt haben.

"Wer bist Du?" frage ich das Gegenüber. "Ich bin Dein Spiegel nach dem Du so lange gesucht hast".
Und plötzlich sehe ich den Glanz, der mich immer magisch angezogen hat. Er kommt aus meinen eigenen Augen.

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darkness inside my life

Gedankenspiele, Traumtänzereien, Melancholie und die Abgründe in meiner Seele. Wer sich hier drauf einlässt, wird selten Frohes und nie Licht lesen - aber manchmal muss auch der Seelenschrott Worte finden. Vorsicht, triggernde Inhalte! Ich setzte keine Sternchen und Spoiler!

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