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red

19
Mai
2007

Does nothing ever work?!

Jammern - ha, ich bin im Moment echt toll darin. Aber grad ist mir die Tastatur näher als das Tagebuch, und so müsst ihr da durch. Lest nicht, wenn ihr nicht wollt. Ist eh nur Dummfug.

Irgendwie klappt im Moment mal wieder nichts so richtig. Ich schaffe seit Tagen nicht mehr, jemanden von mir aus anzurufen oder anzuschreiben, Kontakte nur noch über andere. Dringende, wichtige Sachen muss ich mir tagelang vornehmen, bis ich es hin bekomme, und danach bin ich meist so fertig und erschöpft, daß ich mich am liebsten gleich wieder für die nächsten drei Tage ins Bett legen und schlafen würde. Leben kann so anstrengend sein - dabei tu ich ja nichts. Ein bisschen kochen, ein oder zweimal die Woche, damit ich es lerne und meine Eltern den Eindruck des "es wird besser" behalten, verschleiern und verstecken, und ab und zu mal eine Verabredung annehmen, die ich partout nicht länger herausschieben kann. Und ich hab echt manchmal das Gefühl, es wäre Schwerstarbeit, dabei weiß ich, wie unfair und dumm sowas gegenüber allen anderen ist, die wirklich arbeiten. Schule, Arbeit, Familie, Haushalt - und ich scheitere im Moment meist an den Dingen, die anderen Spaß machen. Klasse. Und sowas nennt sich lebensfähig?!

Dazu dann das übliche Gefühlschaos bei allem, was ich tue. Ob es lesen oder einen Film sehen ist, ob ich mit anderen rede oder einfach nur still im Internet mir irgendetwas durchlese - es braucht nur wenig, sei es fröhlich oder traurig, und schon ist wieder diese Sehnsucht, dieser Schmerz da. Ich werd niedergeschlagener, weil es nicht geht, weil Gefühle jeglicher Art weh tun - und das ist echt nicht mehr normal. Klappt denn wirklich gar nichts mehr? Nicht einmal ablenken, die ganzen tollen Skills der Klinik wie "positive Erfahrungen schaffen", "ablenken" etc tun mehr weh als das bloße Dahindämmern.
Und wenn man chronisch das Gefühl hat, am "Leben" eh nicht teilnehmen zu können, kann man es ja eigentlich auch sein lassen, oder? Wozu sich zu etwas quälen, was keinen Sinn hat?

Ich kann im Augenblick mit meinen Emotionen echt nicht umgehen. Weder mit positivem, noch mit negativem - alles überspült mich, reißt mich mit sich fort und nimmt alle Erinnerungen an anderes, an vielleicht besseres. Bin ich traurig, gibt es für mich keine Freude, hab ich gute Laune, ist die Welt hell und licht, auch wenn im Innern dieser Schmerz bleibt. Was zum Henker ist das? Klar, ne schöne ausgelebte Depression, aber ich HASSE es so.
Also doch wieder immer wieder neu zum Alk greifen, der betäubt wenigstens manchmal, wenn er nicht grad alles schlimmer macht. Dysfunktionales IchklammermichanmeinerPlankefest-Verhalten ahoi. -.-

16
Apr
2007

Crossing a destroyed world

Irgendwie hab ich es satt. Die Fassade, das Spielen, das Verstecken. Das Tag für Tag im Zimmer verkriechen, weil es draußen zu warm ist, um langärmelig rumzulaufen, und ich meine Arme nicht zeigen kann. Ich hasse das Wetter!

Außerdem mache ich den ganzen Tag übelste Gedankensprünge. Von einem Thema zum anderen, ohne erkennbaren Zusammenhang. Wirre Texte, wirres Gerede. Wut über mich selbst. Hass.

Das Gefühl, neben der Welt zu stehen. Keinen Sinn mehr, keine Gründe mehr, kein Leben. Zwischen mir und der "normalen" Welt ist eine dicke Glaswand, ich kann beobachten, aber nicht teilnehmen. Jeder erbärmliche Versuch wird zu einem peinlichen Anderssein. Distanz in der Nähe. Unverständnis im Versuch zu verstehen.

Die Gefahr bleibt. Und ich bleibe in diesem Blog radikal - wer das nicht lesen kann, soll in "Herzblut" bleiben. Da wird es wieder sanfter. ich muss schließlich nach außen hin Besserung zeigen.

Die Gefahr bleibt. Mittlerweile ist es ganz egal. Die pure Lust, mir selbst zu beweisen, daß ich es erneut kann, die bloße Fahrlässigkeit im Kurzschluß, nun doch ein Ende zu setzen, ist immer dichter, und das war es zum größten Teil, was den letzten resultierte. Gleichgültigkeit, Lebensunmut, Lebensmüdigkeit. Zutreffende, bittere Worte.

Und doch bleibt die verdammte Frage in mir drin, was ich eigentlich noch alles tun muss, bis meine Eltern ihre Notbremse ziehen. Jeden Tag wieder neu warte ich ein wenig darauf, daß sie den Psychothriller in ihrem Haus beenden. Aber vermutlich muss ich erst Blutspuren am Boden hinterlassen, bis sie einmal ihre "Grenzen setzen". Oder ich stehe einmal nicht auf, sondern warte, bis sie hereinkommen und ich noch vom Blut der letzten Orgie rot bin morgens. Wie belastbar sie in ihrer Sorge noch sind. Oder wie blind.

Vier Schnitte heute Abend. Und nachher, im Bett, werden mehr werden. Bilder und Pläne, wie ich die Klinge ansetze, durchziehe, immer wieder. Schon der erste Schnitt klafft einen Millimeter, und mit jedem weiteren wird es mehr. Irgendwann ein dünner herausquellender Strahl, der im Rhythmus meines eigenen Bluts pulsiert. Schade, daß ich hier kein Waschbecken habe, aber irgendwann ist es mir egal, ob ich den Fußboden versaue oder nicht. Im Moment blute ich nur die Handtücher meiner Mutter voll, die ich dann wasche, wenn sie aus dem Haus ist.

~

Trostlose Krater, ausgedörrte, staubige Erde. Grau in Grau, mit dunkelroten runden Tropfen im Dreck. Kein Horizont, keine Sonne, keine Nacht. Nur Dunkelheit und Traurigkeit. Eine tote, zerstörte Welt, niemand außer mir darin, niemand, der nur hineinkommen kann. Kein Ausgang, die tote Landschaft zieht sich ins Unendliche. Das Innere meines Herzens ist tot. Kalt. Verloren - lost... Und es wird kein Feuer geben, kein Licht, keine Wärme. Und ich verliere mich in der Hoffnungslosigkeit.
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darkness inside my life

Gedankenspiele, Traumtänzereien, Melancholie und die Abgründe in meiner Seele. Wer sich hier drauf einlässt, wird selten Frohes und nie Licht lesen - aber manchmal muss auch der Seelenschrott Worte finden. Vorsicht, triggernde Inhalte! Ich setzte keine Sternchen und Spoiler!

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